Loisachtal F1 im Schauprogramm der Pferd International

9:00 Uhr

Emsiges Treiben am Reitstall Erhard in Gelting. 7 Voltigierer, eine Trainerin und einige Mütter haben Geburtstag, Muttertag und ein Recht auf Ausschlafen hintenan gestellt, um sich ihrem Sport zu widmen. Genauer gesagt: Der Teilnahme an der Messe Pferd International. Moment – 7 Voltigierer? Tatsächlich, eine fehlt! Doch Laura ist nicht zu spät, sondern viel mehr zu früh, nämlich mit unserer Longiererin Manu schon mal vorgefahren.

Der Rest des Teams versammelt sich im Stüberl, zwar müde, aber durchaus motiviert. Die Vorbereitungen kennen inzwischen alle im Schlaf – anfangen tut alles mit den aufwendigen Voltifrisuren: Seitenscheitel, Dutt, Strähne drumherumwickeln, einflechten, dickes Haargummi, Spitzenhaargummi, Unmengen an Haarspangen und eine Perle – wer soll da noch durchblicken? Nicht zu vergessen die Unmassen an Haarspray, Haarlack, Haarschaum und teilweise sogar Babyöl, denn die Frisur muss vor allem eins: halten. Und das auch im Galopp auf dem Pferd. Dafür nehmen wir es auch gerne im Kauf, dass unsere Haare am Ende des Tages eher wie Wischmopps oder Strohnester als gepflegt aussehen. Lustig für alle anderen ist es allemal.

Der Tag verspricht gut zu werden, in der Sonne trocknet der letzte, noch spontan gewaschene Anzug, die Frisuren sitzen und dank Astrids Geburtstag ist mit zwei Kuchen auch für genug Essen, die zweite große Leidenschaft unseres Teams, gesorgt.

10:30 Uhr

Alles ist abfahrbereit, nur leider haben wir an dieser Stelle die Rechnung ohne unser Pferd Layla und ihre Scheu vor dem Hänger gemacht. Nach einiger Zeit und kurz bevor wir den ersten Kuchen angeschnitten hätten ist sie aber auch „eingeladen“ und es kann losgehen!

12:00 Uhr

Im Konvoi fahren wir auf der Autobahn hinter dem Pferdehänger her – alle in der Hoffnung dass die Insassen des ersten Autos den Weg kennen. Erste Zweifel machen sich jedoch breit, als das vorderste Auto nicht die Abzweigung mit der Beschilderung zu Pferd International nimmt! In Ermangelung eigener Wegkenntnisse folgen wir anderen ihm aber weiter – und fahren gemeinsam zwei Ausfahrten später ab. Jetzt stellt sich raus, dass wir sehr wohl richtig gefahren sind – denn als Teilnehmer dürfen wir an einem VIP Parkplatz nahe dem Eingang parken – zu dem wir so den kürzesten Weg genommen haben.

12:30 Uhr

Doch kaum angekommen stehen wir vor einem Problem. Obwohl wir diesmal keine Startnummern brauchen und auch jeder seine Schläppchen dabei hat, hat niemand bei der Abfahrt daran gedacht Laylas Trense einzupacken! Doch ohne Trense kein Volti und unsere Freunde vom Tölzer Voltiverein, die unserem Chaotenteam schon des Öfteren mit oben genannten Dingen ausgeholfen haben, sind heute leider nicht da. Doch Gott sei Dank ist Pferd International ja schließlich eine Pferdemesse – und wir können noch ganz spontan eine Ersatztrense für Layla kaufen. Natürlich alles Absicht!

13:15 Uhr

Nach einer kurzen Pause und dem Wiedersehen samt Frisur-machen mit Laura und Manu ist inzwischen das gesamte Team auf dem Weg zum Klo – kurz vor unserem Auftritt. Insgesamt ist es jetzt schon viel zu warm , vor allem in den schwarzen Voltileggins. Vorm Klowagen steht eine Schlange Menschen an, zwar wenigstens im Schatten aber langsam macht sich Unruhe breit, ob wir es noch alle rechtzeitig aufs Klo schaffen.

13:30 Uhr

Die Schlange hat sich schneller als erwartet gelichtet und inzwischen haben wir uns im Schatten zum Dehnen versammelt. Nachdem uns auch die letzte Mutter noch Sonnencreme angeboten hat (an dieser Stelle danke, dass wir dadurch nicht alle noch schlimmeren Sonnenbrand bekommen haben ;)) geht’s los.

Die Showvorführungen finden in einer riesigen Arena statt, mit unserer bisher größten Anzahl an Zuschauern. Da wir hier aber, im Gegensatz zu normalen Turnieren, nicht bewertet werden, hält sich die Nervosität in die Waage. Dass wir nach der Ansage auch überall herkommen, nur nicht aus dem Loisachtal, sind wir inzwischen gewohnt.

Und im Grunde ist es ja auch egal, dass die heuteigen Zuschauer uns geographisch dem Luisachtal zuordnen. Mit dem Auftritt selbst sind wir insgesamt zufrieden, danach überwiegt eigentlich eh meistens die freudige Erleichterung anstatt irgendwelcher Wettkampfgedanken.


14:30 Uhr

Im Essenszelt verabschieden wir uns von einem Teil unseres Teams, die sich schon auf den Heimweg machen. Der Rest streunt noch ein bisschen übers Gelände, egal ob bei den Hüpfburgen, den Massagekissen oder der Dressursiegerehrung – insgesamt ein sehr heißer aber lustiger Tag.


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